Dienstag, 3. Mai 2016

🌈 Das bunte Leben! 🌈

Als ich neulich mit dem Liebsten einen Spaziergang machte, trauten wir unseren Augen kaum. Da saß doch tatsĂ€chlich eine Eule im Wald. Ganz alleine und verlassen hockte sie auf einem Baumstamm und sah dabei ganz traurig aus.


Als sie uns entdeckte schaute sie uns ganz erschrocken an. Mit gutem Zureden und ein paar Streicheleinheuten konnten wir das schĂŒchterne Tier ĂŒberreden mit uns zu kommen. Ganz scheu kam sie in meine Arme und ließ sich davon tragen. 
Auf dem Weg zurĂŒck erzĂ€hlte sie uns von den anderen Tieren im Wald. Niemand wollte mit ihr spielen. Die anderen Waldbewohner machten sich ĂŒber ihr buntes Gefieder lustig und ließen sie nicht am Leben im Wald teilhaben.


ZurĂŒck im Garten stellten wir sie Herrn Eule vor. Der guckte nur komisch und stand der neuen Bekanntschaft eher skeptisch gegenĂŒber. "Nein" sagte er, "mit dem weiblichen Federvieh habe ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Überall wollen sie dir reinreden und wissen immer alles besser. Da bleibe ich lieber alleine."
Alles Zureden half nichts und so flatterte Frau Eule traurig davon. Ich konnte sie gerade noch am FlĂŒgel greifen und versprach ihr ein schönes Zuhause fĂŒr sie zu finden.


Leider konnten auch wir sie nicht bei uns aufnehmen. In den letzten Jahren hatten wir schon genĂŒgend Geschöpfen ein neues Zuhause gegeben [klick]. Aber zum GlĂŒck fiel mir gleich ein wunderbarer Mensch ein, der sich nicht von Vorurteilen und Äußerlichkeiten ablenken lĂ€sst und sie ganz bestimmt aufnehmen wĂŒrde.
Und so entließ ich Frau Eule in ihr neues buntes Leben! 🌈

Ich hoffe, ihr habt auch so ein buntes Leben wie Frau Eule!?
Sonnige GrĂŒĂŸe!
Ulrike
 

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Donnerstag, 21. April 2016

Aus 2 mach 1: Schnittmuster kombinieren

Kennt ihr das auch? Ihr blĂ€ttert durch die NĂ€hzeitschriften und könnt Euch nicht richtig fĂŒr ein Model entscheiden? Hier ist der Ausschnitt toll, da das Unterteil passend. Ein Mix aus beiden Schnittmustern wĂ€re jetzt genau das Richtige. Dabei könnt ihr ganz einfach aus zwei Schnittmustern ein individuelles Schnittmuster ganz nach Euren Vorstellungen herstellen. Wie das geht erklĂ€re ich Euch heute:

UrsprĂŒnglich wollte ich das 'Summer Basic' aus der Ottobre 2/2013 nĂ€hen. Bevor ich mich jedoch an neue Schnittmuster mache, lese ich die Erfahrungen anderer NĂ€herinnen im Netz dazu. Schon oft habe ich mich ĂŒber den Kauf eines fĂŒr mich nicht passenden Schnittmusters geĂ€rgert, so dass ich mich nun lieber im Vorfeld ĂŒber die Vor-/ und Nachteile des Schnitts informiere. In diesem Fall brachte ich in Erfahrung, dass das Shirt nur bedingt fĂŒr Baumwolljersey geeignet ist. Die Anleitung empfahl aus gutem Grunde Viskosejersey; der Schnitt war fĂŒr diese Stoffart konzipiert und im HĂŒftbereich mit ausladenden Kurven gezeichnet worden. Diese wĂŒrden jedoch nur durch die Verwendung von Viskosejersey schön fallen und nicht auftragen. Da ich noch nie mit dem flutschigen Jersey genĂ€ht und ohnehin keinen im Haus hatte, fiel das Shirt fĂŒr mich also aus. Beim DurchblĂ€ttern der anderen Ottobre-Ausgaben erinnerte ich mich dann an das Jerseytop 'Faded Stripes'. Das hatte ich mir im letzten Jahr genĂ€ht [klick] und war mit der Passform sehr zufrieden. Nur den Einsatz im Schulterbereich wollte ich dieses Mal nicht haben. Und so entstand die Idee, die beiden Schnittmuster einfach zu kombinieren.

Dazu schnitt ich zuerst das obere Vorderteil (Ärmel und Ausschnitt) des 'Summer Basic' zu, legte das Schnittmuster beiseite und das des Shirts 'Faded Stripes' einfach an den Zuschnitt an. Nun konnte ich auch den Rest des Shirts zuschneiden.


Beim NĂ€hen passierte mir dann ein echt dummer Fehler: beim Schließen der zweiten Schulternaht gelangte das linke Ärmelteil unter das Messer und ich schnitt mir einen Teil davon ab. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie verĂ€rgert ich war. :( Nun bringt es jedoch nichts, wenn man sich in seinen Ärger vergrĂ€bt. Ich wollte ein neues Shirt und war fest entschlossen, dass Teil zu retten.
Zuerst kĂŒrzte ich das Ärmelteil an beiden Seiten gleichermaßen - es waren ca. 2 cm. Nun hatte ich die (wie sich spĂ€ter herausstellte unbegrĂŒndete) BefĂŒrchtung, die Ärmel könnten zu kurz werden. Also zeichnete ich mir mit Hilfe eines langen Patchworklineals einen schmal auslaufenden Ärmel. Der Stoff reichte zum GlĂŒck noch dafĂŒr.



Nun fehlten nur noch das Hals- und die ArmbĂŒndchen, welche ich aus einem senffarbenen Jersey zuschnitt. Hier gab es dann zum GlĂŒck keine Probleme mehr. :)


Mein neues Shirt fĂŒhrte ich dann gleich an einem Wochenende in Zingst aus. Hier hatten wir grandioses Wetter und eine tolle Strandkulisse. Der Liebste war so nett (und geduldig) und hat unzĂ€hlige Fotos von mir gemacht. Ich musste mich dann nur noch entscheiden. ;)



Ich hoffe, dass ich Euch mit meiner kleinen Anleitung ein wenig zur Schnittmusteranpassung ermutigen konnte. Man muss nicht unbedingt auf vorhandene Schnittmuster fĂŒr ein gelungenes NĂ€hstĂŒck zurĂŒckgreifen. Probiert Euch aus und traut Euch! ;)

Viel Spaß dabei und liebe GrĂŒĂŸe!
Ulrike



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Dienstag, 12. April 2016

Nosh Baggy Pants / Cheeky Racoon

Zum Ende des letzten Jahres hatte mein Sohn sich ein paar Stoffe im Internet ausgesucht. Als diese hier eintrafen wusste er sofort, was daraus entstehen sollte. Das Shirt aus dem Stoff 'Cool Baboon' hatte ich Euch bereits hier gezeigt [klick]. 

FĂŒr den Jersey-Stoff 'Cheeky Racoon' von Hamburger Liebe wurde der Wunsch nach einer Hose geĂ€ußert. Der Stoff erschien mir dafĂŒr jedoch zu bunt und wild - ich wollte ihn lieber zu einem unauffĂ€lligen Stoff kombinieren. Ich musste also ein Schnittmuster finden, welches meine Kriterien erfĂŒllt. Nach einiger Recherche im Internet fand ich das Freebook fĂŒr die 'Nosh Baggy Pants'. Das kostenlose Schnittmuster findet ihr ĂŒbrigens hier: [klick].


Mit Schnittmuster und Stoff machte ich mich auf den Weg in den örtlichen Stoffladen. Ich wollte einen Sweat finden der gut zum vorhandenen Jersey passt. Obwohl die Anleitung BĂŒndchenstoff fĂŒr die Bauch- und BeinabschlĂŒsse empfiehlt, habe ich mich fĂŒr Sweat entschieden und das auch beim Stoffkauf berĂŒcksichtigt.
Da der Sweat in der Breite nicht dehnbar war, habe ich die BeinbĂŒndchen in V-Form zugeschnitten. Diese Vorgehensweise kenne ich aus Ottobre-Zeitschriften und bin damit sehr zufrieden. In das BauchbĂŒndchen habe ich einen breiten Gummizug eingezogen, dessen Umfang ich vorher an meinem Sohn getestet hatte.


Zwischen die SeitennĂ€hte der Hosenbeine habe ich einen dĂŒnnen Jerseystreifen zwischengefasst. Das war wirklich sehr fummelig, da der Streifen sich immer wieder einrollte. Aber fĂŒr das tolle Ergebnis hat sich die MĂŒhe auf jeden Fall gelohnt.


Das Schnittmuster fĂŒr die aufgesetzte Tasche an der RĂŒckseite der Hose habe ich mit Hilfe eines kleinen Tellers und einem Patchworklineal hergestellt. So hatte ich mit wenig Arbeit noch einen weiteren Hingucker auf der RĂŒckseite der Hose.

Gerne hĂ€tte ich Euch noch ein Tragebild von der neuen Hose gezeigt. Momentan steht mein Sohn jedoch lieber hinter der Kamera als davor. ;) Vielleicht ergibt sich ja im Sommer die Möglichkeit ein ungestelltes Foto zu machen, dann reiche ich es hier nach. Ich kann Euch jedoch sagen, dass dieser Hosenschnitt fĂŒr coole Jungs genau das richtige ist. ;)

Liebste GrĂŒĂŸe und einen sonnigen Tag wĂŒnscht Euch
Ulrike


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Sonntag, 27. MĂ€rz 2016

Ostern 2016: Kresse-Eier

Auch in diesem Jahr gibt es bei uns wieder Kresse-Eier:


 
Dazu legt man einen Wattebausch in eine saubere EierhĂ€lfte. Danach wird es mit ein wenig Wasser befeuchtet und mit Kresse-Samen bestreut. Nach ein paar Tagen sind dem Ei 'Haare' gewachsen. Zum OsterfrĂŒhstĂŒck muss das Ei zum Friseur, denn am liebsten schmeckt uns die Kresse auf einem Brot mit Quark. 🍮
Ich wĂŒnsche Euch ein schönes Osterfest! 🐰

Liebste GrĂŒĂŸe!
Ulrike
 
PS: Weitere Kresse-Eier findet ihr hier und hier.

Dienstag, 22. MĂ€rz 2016

NÀhen mit Kindern - Teil III - Die Nötekröte

Bevor die Kindergartengruppe des kleinen Prinzen in diesem Jahr in die Schule kommt, wollten wir unbedingt noch einmal gemeinsam nĂ€hen. Es sollte etwas sein, was die Kinder auch nach ihrem Abschied aus der Kita gebrauchen könnten und somit auch eine schöne Erinnerung an die Zeit dort sein wĂŒrde. Nach einiger Recherche in BĂŒchern und im Internet wurde ich bei Annelie fĂŒndig: eine Nötekröte sollte es also werden.

Eine Anleitung dazu gab es nicht, also machte ich mir selbst Gedanken, welche ich heute mit Euch teilen möchte. FĂŒr eine Nötekröte benötigt ihr also folgendes Material:

- Platten aus Wollfilz (Dicke: ca. 2-3 mm; GrĂ¶ĂŸe: 20 cm x 30 cm)
- Endlosreißverschluss und Zipper
- Stickfilz
- Textilkleber (z.B. GĂŒtermann HT2)

Lasst Euch nicht von den KamSnaps und der Zange auf dem Bild irritieren. Die brauchten wir dann doch nicht. Dazu aber spÀter mehr...


Die Wollfilzplatten habe ich im Vorfeld mit Hilfe von Rollschneider und Patchwork-Lineal in Streifen mit einer GrĂ¶ĂŸe von 20 cm x 10 cm geschnitten. Aus einer Platte Wollfilz könnt ihr also drei Kröten nĂ€hen.


Vom Endlosreißverschluss schneidet ihr ein StĂŒck von ca. 13 cm ab und teilt dieses in zwei HĂ€lften. Die beiden ReißverschlussstĂŒckchen nĂ€ht ihr an die kurzen Seiten des Wollfilzstreifens an.

Nun geht es an die Augen der Nötekröte. Diese werden aus dem Stickfilz ausgeschnitten. Als Vorlage dient z.B. ein 2-Euro-StĂŒck. UrsprĂŒnglich wollte ich die Augen mit den großen KamSnaps (T8) anbringen. Die Wollfilzplatten waren jedoch zu dick dafĂŒr. Also haben wir sie einfach mit Textilkleber angeklebt. Das hĂ€lt wunderbar!


Nachdem die Nötekröte nun ihre Augen bekommen hat, schließt ihr den Reißverschluss mit dem Zipper bis zur HĂ€lfte. Jetzt dreht ihr das Ganze so um, dass die Ă€ußeren Filzseiten aufeinander liegen. Bestimmt vorher unbedingt die Position des Reißverschluss-Mundes! Der kann je nach Belieben unten, mittig oder oben liegen.
Danach werden die offenen Seiten mit Wonderclips zusammengehalten und festgenĂ€ht. Damit der Reißverschluss spĂ€ter an den Enden nicht wieder aufgeht, nĂ€ht ihr an dieser Stelle am besten ein paar Mal darĂŒber.


Nun habt ihr es fast geschafft! Das Wenden der Nötekröte erfordert noch einmal Euren ganzen Einsatz. Hier hatte ich zum GlĂŒck Hilfe von einem Praktikanten. Zum Schluss formt die Ecken mit einem EssstĂ€bchen aus und fertig ist Eure Nötekröte.


Wie schon bei unserem letzten NĂ€hen in der Kita waren die Kinder auch dieses Mal wieder verdammt stolz auf ihre Arbeit. Uns allen hat es Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich dann auch spĂ€ter in der Schule mit den Kindern nĂ€hen kann.


Liebe GrĂŒĂŸe und einen schönen FrĂŒhlingstag!
Ulrike


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Creadienstag
Handmade on Tuesday



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